Erasmus+ Erstes Treffen in Polen

Erasmus+ First Mobility – Erstes Treffen der Erasmuspartner in Polen (Juni 2016)

Im Rah­men unse­res zwei­jäh­ri­gen Eras­mus-Pro­jekts über Men­schen­rech­te fand in der zwei­ten Juni­wo­che das ers­te Tref­fen zum The­ma Reli­gi­ons­frei­heit in Polen statt.

Mon­tag, 6. Juni 2016: Emp­fang und Ken­nen­ler­nen in Gorzów
Heu­te fing die Tagung an. Die pol­ni­sche Schu­le emp­fing uns sehr herz­lich in allen Spra­chen und dem sehr schö­nen Büh­nen­bild in der Aula. Dort prä­sen­tier­ten am Vor­mit­tag alle Part­ner ihre Schu­len und Hei­mat­städ­te. Wir erfuh­ren so viel über Limin­ka (Finn­land), Codi­go­ro (Ita­li­en), Ali­can­te (Spa­ni­en) und über unse­re pol­ni­schen Gast­ge­ber in Gor­zów. Corin­na, Niklas, Sebas­ti­an, Sophia und Phil­ipp konn­ten mit ihrem Bei­trag über­zeu­gen. Sie set­zen die Schu­le und die schöns­ten Ecken Backn­angs gekonnt in Sze­ne. Danach wur­de der Sie­ger des Logo­wett­be­wer­bes aus­ge­zeich­net. Es sieg­te das spa­ni­sche Pla­kat, das die The­men Euro­pa, Men­schen­rech­te und den offi­zi­el­len Namen unse­res Pro­jek­tes “Hum­rev” sehr gut umsetz­te. Nach dem Mit­tag­essen in der Schul­kan­ti­ne lern­ten wir die pol­ni­sche Schu­le ken­nen. Die Schü­ler gin­gen mit ihren Part­nern in den Unter­richt, wäh­rend die Leh­rer durch das Haus geführt wur­den. Am spä­ten Abend traf man sich wie­der bei Sport und Spiel und einem Lager­feu­er. Mor­gen geht es um 5.00 Uhr nach Krakau.

Diens­tag, 7. Juni 2016: Krakau
Nach 8 Stun­den Fahrt kamen wir wohl­erhal­ten in Kra­kau an. In der ehe­ma­li­gen Haupt­stadt Polens beka­men wir eine sehr infor­ma­ti­ve Stadt­füh­rung über Kra­kau und die Tole­ranz Polens gegen­über Reli­gio­nen im Lau­fe der Geschich­te. Polen ermög­lich­te sei­nen Bür­gern bereits in der frü­hen Neu­zeit Reli­gi­ons­frei­heit für alle gro­ßen Reli­gio­nen. Im Ter­ror­mu­se­um erfuh­ren wir danach mehr über die trau­ri­ge Sei­te der Unter­drü­ckung Polens von 1939–1956, wel­che dort anschau­lich dar­ge­stellt wur­de. Den Tag haben wir dann abends bei einem Spa­zier­gang in der wun­der­schön restau­rier­ten Innen­stadt aus­klin­gen lassen.

Mitt­woch, 8. Juni 2016: Auschwitz
Heu­te haben wir das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz besucht. Dort wur­den uns anschau­lich die wah­ren Dimen­sio­nen der
End­lö­sung vor Augen geführt. Die Ein­drü­cke dort waren ergrei­fend und haben uns ein­mal mehr die Wich­tig­keit der Men­schen­rech­te bewusst gemacht. Wir konn­ten dadurch wich­ti­ge Impul­se für die the­ma­ti­sche Arbeit mor­gen sammeln.

Don­ners­tag, 9. Juni 2016: Gor­zów 
In der wun­der­schö­nen neu­en Phil­har­mo­nie Gor­zóws fand heu­te die Kon­fe­renz statt. Im ers­ten Teil wur­den wir von Offi­zi­el­len der Stadt sehr freund­lich emp­fan­gen. Pater Andrea Kolod­zie­jc­zyk berich­te­te dann ein­drucks­voll von sei­ner Arbeit, die unter dem Mot­to “Lie­be dei­nen Nächs­ten wie dich selbst!” steht. Er arbei­tet mit Jugend­li­chen, denen von ihren Eltern oder der Gesell­schaft ihre Men­schen­rech­te genom­men wur­den. Das wich­tigs­te Recht scheint für ihn das Recht zu sein, dass wir Deut­sche mit “Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar!” extra im Grund­ge­setz fest­hal­ten. In sei­ner The­ra­pie­werk­statt hat er Kin­der ken­nen gelernt, die mit 10 schon Alko­ho­li­ker sind, weil sie im Eltern­haus nur Alko­hol und Gewalt erfah­ren haben. Sie ler­nen bei ihm sich selbst wert­zu­schät­zen, damit sie die­se Wert­schät­zung, und damit auch Tole­ranz, ande­ren zuge­ste­hen können.
Die­se Tole­ranz war dann The­ma aller Prä­sen­ta­tio­nen, die auf­zeig­ten, seit wann und wie die Reli­gi­ons­frei­heit in den teil­neh­men­den Natio­nen gilt. In allen Län­dern steht sie in der Ver­fas­sung und trotz­dem gibt es in jedem die­ser Län­der eini­ge, die schon mal wegen ihrer Reli­gi­on dis­kri­mi­niert wur­den. Dies zeig­te die Aus­wer­tung des Fra­ge­bo­gens, des­sen Aus­wer­tung jede Schu­le vor­trug. (Ein gro­ßes DANKE an alle, die uns bei die­ser Akti­on unter­stützt haben!)
Nach die­sem theo­re­ti­schen Teil nah­men wir am Nach­mit­tag am einem Free­dom Run teil. Obwohl es nicht das pri­mä­re Ziel war, da gut abzu­schnei­den, sind wir doch stolz ver­mel­den zu kön­nen, dass unse­re Jungs die Plät­ze 5–7 beleg­ten. Im Gan­zen betrach­tet haben wir uns in allen Berei­chen sehr gut prä­sen­tiert, was auch an den neu­en T‑shirts gele­gen haben mag. 
DANKE SMV!

Frei­tag, 10. Juni 2016: Gorzów
Heu­te blie­ben wir in Gor­zów. Dort haben alle Teil­neh­mer für ihr Land einen Umhang gestal­tet. Auf die­sem Umhang war alles zu sehen und zu lesen, was wir mit unse­ren Län­dern und den Men­schen­rech­ten und der Reli­gi­ons­frei­heit ver­bin­den. In die­sen Umhän­gen und mit den Fah­nen der Län­der und der Euro­paflag­ge ging es auf Demons­tra­ti­ons­zug über den Markt­platz. Ein paar Bewoh­ner der Stadt nah­men davon inter­es­siert Notiz. Wer woll­te konn­te danach noch den Kirch­turm der Stadt erklim­men und die tol­le Aus­sicht über die Stadt und die Wart­he genie­ßen. Nach dem Mit­tag­essen in der Schu­le hat­ten die Schü­ler Aus­gang bis zur Abfahrt am Sams­tag wäh­rend die Leh­rer noch tagen und dann am Abend ein Jazz­kon­zert genossen.
Es waren schö­ne und ereig­nis­rei­che Tage, die uns alle euro­päi­scher machten.
Ins­ge­samt hat­ten wir eine schö­ne Zeit im Zei­chen der Men­schen­rech­te. 

Sophia, Corin­na, Phil­ipp, Niklas, Sebas­ti­an, Frau Hoff­mann und Frau Beckmann-Rögele

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