GEW zu Besuch am Gymnasium in der Taus

GEW- Landes- und Bundesvertretung zu Besuch am Gymnasium in der Taus

Am Dienstag, den 13.10.2020, trafen sich auf Einladung der GEW-Mitglieder Tordis Hoffmann, Katrin Retzlaff und Gabi Simon die Bundesvorsitzende der GEW, Marlies Tepe, die Landesvorsitzende, Doro Moritz, sowie weitere Vertreter der regionalen GEW zu einem Austausch mit Eltern, Schülern und Lehrern am Gymnasium in der Taus. Im Fokus stand dabei vor allem das Unterrichten zur und nach der Zeit des Corona-Lockdowns.

Nach einer kurzen Vorstellung der Schule durch Schulleiter Udo Weisshaar, interessierte die GEW-Vertretung vor allem die Sicht der Schüler. Auf Nachfrage von Barbara Becker, der Vorsitzenden der Landesfachgruppe für Gymnasien in der GEW, äußerten die Oberstufenschüler ihren Blick auf die Pandemie und verdeutlichten allen Anwesenden, dass vor allem der fehlende Kontakt zu den Lehrern, die fehlende Bewertung und das dauerhafte Selbststudium viele Schülerinnen und Schüler überfordert habe. Obwohl es unter der Schülerschaft am Tausgymnasium auch Stimmen gab, die das Fehlen der Noten als positiv bewerteten, sahen es die anwesenden Schülerinnen jedoch deutlich kritischer, da ihnen gerade im Hinblick auf den Wechsel in die Kursstufe wichtige Einschätzungen fehlten.

In der sich anschließenden Diskussion sprachen auch die Elternvertreter um den Elternbeiratsvorsitzenden Heino Wolkenhauer ihre Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit digitalem Unterricht an. In sehr vielen Familien gab es massive Probleme, die einen Lernunterschied zwischen manchen Schülergruppen noch verstärkten. Auch wurde von Elternseite eine bessere digitale Versorgung sowie eine einheitliche und klare Struktur von der Politik gewünscht. Deutschland sei ein digitales Entwicklungsland, so der Tenor aller Beteiligten und es wäre dringend notwendig, diesen Zustand zu verbessern und die Schulen landes- und bundesweit deutlich stärker zu unterstützen.

Jeder Tag, den die Schüler im Präsenzunterricht verbringen, sei ein gewonnener Tag – so die Quintessenz der Diskussionsrunde. Man wolle daher so lange wie möglich den Schulbetrieb am Laufen halten, um den Schülern eine ordentliche Bildung zu gewährleisten.